Etwas ungelenk scheitert hier unser ISO-3864-Mann, aber er bleibt ganz er selbst … und … er kommt wieder auf die Füße.

Zu schnell wird Scheitern negativ betrachtet. Scheitern eingeplant und als notwendiger Teil einer Weiterentwicklung betrachtet, kann jedoch sehr nützlich bei der Einführung neuer Methoden und Prozesse in der Technischen Redaktion sein. Entscheidend ist das kleinteilige, aneinandergereihte Vorgehen. Anders als beim klassischen Projektmanagement mit Planung, Ausführung, Evaluation, kann man bei gegebenen kleinteiligen Vorgehen vergleichsweise gelassen mit dem Scheitern im Kleinen umgehen. Und sogar noch mehr, man ist unbeschwerter und öffnet sich so leichter neuen Wegen. Scheitern ist dann das was es sein sollte, Lernanlass und nicht Schlusspunkt in einem Projekt.

Zwei kleine Beispiele:

Grafikleitfaden entwickeln
Nicht über Monate und viele Meetings hinweg den eventuell perfekten Grafikleitfaden erstellen, sondern mit sofort anwendbaren „Notizen zur Technischen Illustration“ beginnen und diese zu einem Grafikleitfaden wachsen lassen.

Software einführen
Corel DESIGNER und Lattice3D Studio nicht evaluieren und dann gegebenenfalls in der Breite ausrollen, sondern an einem Arbeitsplatz die komplette Prozesskette im Praxiseinsatz abarbeiten und anschließend die Software einführen.