Japan hat seine Symbole zur Information der Öffentlichkeit einem Rede­sign unter­zo­gen. Zahl­rei­che Sym­bo­le in Bahn­hö­fen und Flug­hä­fen wur­den ange­passt und ande­re neu hin­zu­ge­fügt. Über ein Jahr hat eine Exper­ten­kom­mis­si­on aus dem öffent­li­chen und pri­va­ten Sek­tor dar­an gear­bei­tet. Seit Juli 2017 sind die neu­en Sym­bo­le nun in Kraft (JIS 8210). Bis 2019, also noch recht­zei­tig vor den Som­mer­spie­len 2020 in Tokio, soll die Umstel­lung in den öffent­li­chen Orten voll­zo­gen sein.

7 Symbole wurden exakt der ISO 7010 ange­passt, zum Bei­spiel die Symbole für Park­platz, Gepäck­an­nah­me und Ers­te Hilfe. Für die­se Bedeu­tun­gen ver­wen­de­te Japan bis­lang eige­ne Sym­bo­le. Außerdem hat man 16 neue Sym­bo­le ein­ge­führt, die viel über den Zeit­geist und die Vor­lie­ben des Lan­des ver­ra­ten. So gibt es in Japan nun Sym­bo­le für Mini­märk­te, Geträn­ke­au­to­ma­ten und Fahrradver­leih.

Das Rede­sign hat in einem Fall eine große Kon­tro­ver­se aus­ge­löst. Für das Onsen-Sym­bol woll­te man das tra­di­tio­nell gebräuch­li­che Zei­chen, drei geschwun­ge­ne ver­ti­ka­le Lini­en in einem Kreis, mit drei baden­den Figu­ren ergän­zen. Denn nicht weni­ge Aus­län­der dach­ten beim bis­lang gebräuch­li­chen Symbol eher an eine heiße Sup­pe als an ein beru­hi­gen­des Bad, dass von natürlichen heißen Quellen gespeist wird. Doch bei den Onsen-Betrei­bern lös­te die Erneue­rung Wider­stand aus. Man gebe damit eine Tra­di­ti­on auf, die bis ins 17. Jahr­hun­dert zurück­rei­che, lau­te­te die Kri­tik. Das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um nahm die Sor­gen ernst und ließ die Anwendung der neunen und alten Variante zu.