Ich will hier nicht  den Eindruck erwecken, dass Corel Probleme macht, meist ist einfach die Kenntnis der Eigenschaften seines Werkzeuges entscheidend.

Corel scheint sich eigenartig zu verhalten.

Eventuell sind ungünstige Einstellungen unter Extras / Optionen / Arbeistbreich gesetzt. Wird beim Starten von Corel die F8-Taste gedrückt gehalten, werden nach Rückfrage alle Einstellungen der Kategorie Arbeitsbereich auf Standard zurückgesetzt.

Scheinbar unlogische Auswahl mit dem Hilfsmittel Auswahl.

Unter Optionen / Arbeitsbereich / Hilfsmittelpalette / Auswahl ist Option Alle Objekte als gefüllt betrachten ausgewählt. Diese Einstellung sorgt dafür, dass gefüllte Objekte, die aber nicht geschlossen sind, als gefüllt betrachtet und so ungewollt ausgewählt werden, wenn sie im Objektstapel über dem eigentlichen Auswahlziel liegen.

Bei Erstellen und Bearbeiten von Text wird die Eingabe automatisch und wiederholt geändert.

Die Blitzkorrektur ändert Text nach festgelegten Regeln unter Optionen / Arbeitsbereich / Text / Blitzkorrektur. Ein manuelles Rückgängigmachen der Blitzkorrektur ist nicht möglich. Corel wendet immer wieder die Regel der Blitzkorrektur an. Die Regel muss in den Optionen deaktiviert werden.

Beim Skalieren einer Auswahl von Objekten mit verschiedenen Texten werden einige Texte skaliert und einige Texte nicht.

Die Auswahl enthält neben verschiedenen Objekten auch Texte als Mengentext und Grafiktext. Beim Skalieren von Mengentext wird nur der Textrahmen skaliert und nicht die Schriftgröße. Beim Skalieren von Grafiktext wird immer die Schriftgröße skaliert. Wird beim Skalieren die Alt-Taste gebrückt gehalten, werden auch bei Mengentext Textrahmen und Schriftgröße skaliert.

Neue Objekte werden immer mit ungewollten Eigenschaften erstellt.

Neue Objekte werden immer mit den Standardeigenschaften erstellt. Standardeigenschaften können im Andockfenster Objektstile geändert werden. In jedem Fall gelten diese Einstellungen nur für das aktuelle Dokument. Über Optionen / Dokument und Als Standard für neue Dokumente speichern werden die Einstellungen auch für neue Dokumente wirksam.

Offene Kurven werden unbeabsichtigt gefüllt dargestellt.

Die Kurve oder ein ähnliches Objekt hat eine Füllung. Bei ausgewähltem Objekt zeigt diese zum Beispiel die Statusleiste an. Außerdem ist unter Optionen / Dokument / Allgemein die Option offene Kurven füllen aktiviert. Beides zusammen bewirkt, dass bei offenen Kurven zwischen Anfangs- und Endpunkt eine virtuelle Linie gezogen und die Füllung dargestellt wird.

Objekteigenschaften sind nicht sichtbar. Die Objekte werden nur als Vektoren dargestellt.

Die Darstellung steht auf Umriss aus dem Menü Ansicht oder die Ebene hat die Eigenschaft Vollfarbansicht außer Kraft setzen. Auswählen einer anderen Ansicht oder Deaktivieren der Ebeneneigenschaft stellt die Objekte korrekt mit ihren Eigenschaften dar.

Ohne gezielt Umrissbreiten geändert zu haben, enthält die Illustration viele verschiedene Umrissbreiten und teilweise kalligraphieähnliches Aussehen.

In den Objekteigenschaften ist Mit Objekt skalieren ausgewählt. Beim Skalieren ändert sich damit immer auch die Umrissbreite. Beim unproportionalen Skalieren entsteht sogar ein kalligraphieähnliches Aussehen.

Symbole aus einer geöffneten und verknüpften (Netzwerk-Symbole) Symbolbibliothek können nicht geändert werden.

Wenn eine Symbolbibliothek aus dem Andockfenster Symbol-Manager geöffnet wurde, hat man dort zwei Blicke auf die Symbole der Symbolbibliothek. Einmal unter Netzwerk-Symbole und nicht änderbar und einmal unter der Kategorie, die so heißt wie die Symbolbibliothek selbst und änderbar. Von dort lassen sich die Symbole ändern.

Bestimmte Objekte sind nicht als Symbol anlegbar.

Nicht alle Objekte können als Symbol angelegt werden. Nicht möglich sind Objekte oder Gruppen mit solchen Objekten, die Folgendes enthalten:

  • Beschriftungen
  • Mengentext
  • Verbindungslinien
  • Bemaßung
  • Verknüpfte oder eingebettete Objekte

Bei 3D-Importen wirken die Kurvenzüge inhomogen.

Da sich bei 3D-Importen die Objektkanten aus einzelnen Kurven zusammensetzen, ist die Art der Linienenden wichtig. Für homogene Kurvenzüge müssen die Linienenden der Vektoren rund vom Umriss umlaufen werden. Diese Eigenschaft kann im Dialog Umrissstift gesetzt werden.

Bei 3D-Importen, denen ein Lichthof zugewiesen wurde, wirken die Linien gestrichelten.

Da sich bei 3D-Importen die Objektkanten aus einzelnen Kurven zusammensetzen und diese bestenfalls gruppiert sind, müssen die Kurven des freizustellenden Objekts kombiniert werden. So läuft die Freistellung nicht um jede einzelne Kurve, sondern um das vollständige Objekt.